Eine sorgfältige und ausführliche Untersuchung vor einer anstehenden Operation ist für einen bleibenden Erfolg von entscheidender Wichtigkeit. Hierbei wird der für Sie beste und erfolgversprechendste Behandlungsweg festgelegt. Bei der Entscheidungsfindung sind das Ausmaß der Senkung, eine eventuelle zusätzliche Blasenschwäche und der Zustand der Muskulatur und des Bindegewebes von Bedeutung. Die übliche Untersuchung der Scheide durch Ihren Frauenarzt wird ergänzt durch einen Ultraschall des Unterbauches und eine Kontrolle der Lage der Blase und des Enddarmes im kleinen Becken. Hinzu kommt eine urodynamische Messung, die den Blasenverschluss überprüft und die so genannte nervöse Blasenkontraktion ausschließen soll. Der Einsatz des dazu notwendigen elektronisch-medizinischen Gerätes kann für Sie zwar gelegentlich etwas unangenehm sein, ist aber für die Festlegung der geeigneten Therapie meist unausweichlich. |
Nicht operative Maßnahmen Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach dem Schweregrad des Vorfalls. Leichtgradige Vorfallerkrankungen bedürfen nicht immer der operativen Korrektur. Hier können Beckenbodengymnastik, Behebung von Begleiterkrankungen (z. B. chronisches Asthma, Verstopfung des Darmes) und die Anwendung lokaler Hormoncremes durchaus erfolgreich helfen, die Beschwerden zu beheben. Die Einlage eines Vaginal-Ringes oder Würfels wird heute nur noch in Ausnahmefällen, wie z. B. einem erheblich erhöhten Operationsrisiko bei fortgeschrittener Senkung oder Vorfall empfohlen. In allen anderen Fällen bleibt nur die operative Korrektur. |