Bei der HIFU-Methode wird durch hochintensiven fokussierten Ultraschall Krebsgewebe in der Prostata lokal erhitzt und zerstört. Zur Behandlung wird die Ultraschallsonde über den Darm an die Prostata herangeführt. Der Arzt kann über den Bildschirm millimetergenau die Therapie planen und steuern. Umliegendes Gewebe wird geschont. Wann wird die Therapie emfohlen? - Beim lokaln Prostatakarzinom (T1-T2), wenn die operative Entfernung nicht indiziert ist
- Zur Behandlungen von Rezidiven nach nach Strahlentehrapie und operativer Behandlung
- Zur palliativen Behandlung
Das Verfahren ist für Behandlungen sowohl unter kurativen als auch unter palliativen Gesichtspunkten einsetzbar. Im Gegensatz zu strahlentherapeutischen Verfahren ist es im Rezidivfall wiederholbar, es stellt also keine „therapeutische Sackgasse“ dar.
Aufgrund der geringen Belastung für den Patienten, eignet sich HIFU besonders auch für ältere Patienten sowie für die Patienten, die neben dem Krebs noch an weiteren schweren Erkrankungen leiden. |
Wirksamkeit Die Methode wird seit ca. 10 Jahren an verschiedenen Zentren in Deutschland durchgeführt. Die Wirksamkeit wurde durch klinische Studien belegt. Die Erfolgsraten sind mit einer operativen Therapie oder Strahlentherapie vergleichbar. Die Behandlung Es handelt sich um einen minimal-invasiven Eingriff, der ca. 2 Stunden dauert und in Teilnarkose oder Vollnarkose durchgeführt wird. Der Krankenhausaufenthalt beträgt ca. 3-5 Tage. Da kein Schnitt erfolgt und keine Bestrahlung ist die Erholungszeit sehr kurz.
Geringe Nebenwirkungen Die Therapie ist gut verträglich. Studienergebnisse zeigen im vergleich zur operativen Entfernung der Prostata oder der Strahlentehrapie wesentlich geringere Inkontinenzraten und bis zu 87% Potenzerhalt durch die nervenschonende Behandlung. Kostenübernahme durch die Krankenkassen Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des DRG-Systems übernommen. |