Ist ein Bandoperationsverfahren für jede Frau geeignet? Bei sehr jungen Frauen z. B. nach der Geburt oder aber Frauen mit noch vorhandenem Kinderwunsch wird der Arzt seiner Patientin von der Therapie mit der Einlage von Fremdmaterial – also der Einlage von Kunststoffbändern – als Ersteingriff abraten. Die entsprechende Raffung körpereigenen Gewebes nach vorangegangener intensiver Beckenbodengymnastik, aber auch das Unterspritzen eines permanenten Hydrogels in die Harnröhrenwand, wird bei diesen Patientinnen die Therapie der ersten Wahl darstellen. Gibt es Abstoßungsreaktionen bei der Behandlung mit Kunststoffbändern? Sehr selten sind Einheilungsprobleme bei der Anwendung von Harnröhrenbändern beschrieben. In der weit überwiegenden Mehrzahl der operierten Patientinnen wächst das Bändchen problemlos innerhalb von etwa 7 Wochen im Gewebe ein und wird vom Körper nicht aufgelöst, verbleibt also ein Leben lang an der eingesetzten Stelle. |
Hält die Wirkung einer solchen Operation ein Leben lang an? Die Erfolgsrate von Bandoperationen ist sehr hoch und bisher mit keinem anderen Verfahren zu vergleichen. Allerdings kann es durch Bandlockerungen, zunehmende Alterung des umgebenden Bindegewebes, Durchblutungsstörungen und anderen Alterungsprozessen zu einem erneut auftretenden ungewollten Harnverlust kommen. In solchen Fällen kann versucht werden ein neues Band einzulegen oder durch Unterspritzen eines permanenten Hydrogels in das Gewebe um die Harnröhre eine erneute Kontinenz herzustellen. Wie lange bin ich im Krankenhaus, wie lange muss ich mich schonen? Die Operation dauert etwa 10 - 20 Min. Der anschließende Klinikaufenthalt kann in der Regel zwischen 2 bis 4 Tagen variieren. Innerhalb von etwa 7 Wochen ist das Kunststoffmaterial fest eingeheilt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist eine mäßge körperliche Schonung zu empfehlen. Intensive sportliche Betätigung, Geschlechtsverkehr und starkes Pressen sollten vermieden werden. Normale körperliche Arbeit kann verrichtet werden. |