Der Blasen- bzw. Darmvorfall in die Scheide kann eine Reihe weiterer unangenehmer Folgen mit sich bringen. Durch die Vorwölbung der Blase können beispielsweise Blasenentleerungsstörungen (behinderte vollständige Blasenentleerung) bis hin zur vollständigen Harninkontinenz (Unmöglichkeit den Harn zu halten) auftreten. Die Absenkung des Enddarms in die hintere Scheidenwand ist häufig verbunden mit Stuhlentleerungsstörungen. Neben den körperlichen Beschwerden wird durch den Vorfall nicht selten auch das seelische Gleichgewicht gestört. Da die Intaktheit und Funktionsfähigkeit der Geschlechtsorgane häufig mit dem Inbegriff der Weiblichkeit verbunden werden, können Schäden im Bereich dieser Organe oder sogar deren Verlust das Selbstwertgefähl der Frau so stark beeinträchtigen, dass sich das Denken, Fühlen und Handeln als Frau zunehmend verändern. Durch Angst, Scham und depressive Gefühle meiden viele der Betroffenen das öffentliche Leben. Selbstisolation und soziale Vereinsamung sind häufig die Folge. |
Zum seelischen Gleichgewicht gehört auch das sexuelle Erleben, das nun vielleicht nur noch eingeschränkt möglich ist oder sogar vollständig zum Erliegen kommt. Verbunden mit der seelischen Belastung kann dies auch zu erheblichen Spannungen in der Partnerschaft oder sogar zur Trennung führen. Die organischen Veränderungen mit den genannten Beschwerden und Folgen machen eine Behandlung, meist sogar einen operativen Eingriff notwendig. Voran steht eine genaue Untersuchung, so dass die Therapie auf Sie bzw. den Schweregrad des Vorfalls individuell angepasst werden kann. Den ersten Schritt zur Behandlung haben Sie bereits getan, indem Sie ärztliche Hilfe gesucht haben und bereit waren, mit uns über Ihr „Problem” zu sprechen. |